Weihrauch

 

Die Anfänge der Naturheilkunde sind eng verwoben mit religiösen Traditionen. Der Weihrauch hat schon seit Jahrtausenden seinen Platz in den Religionen der Welt - bis heute. Früher wurde er - zusammen mit Myrrhe - nicht nur bei Gottesdiensten, sondern auch bei Gottesgerichten verwendet, da man seinem Duft eine beruhigende Wirkung zuschrieb.

zum Shop: WeihrauchAus der Klostermedizin gelangte der Weihrauch mit Beginn der Neuzeit in die weltliche Medizin.

Weihrauchbäume wachsen in Trockengebieten um das Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Eritrea, Sudan), in Arabien (Dhofar im Süden Omans, Hadramaut im Jemen) und in Indien. Der Lebensraum dieser Gehölze reicht in karger Landschaft zwischen Felsen und Klippen bis in eine Höhe von 1.200 m ü. NN. Der Harz spendende Baum erreicht Wuchshöhen von 1,5 bis 8 m, hat eine papierartig abblätternde Rinde und bildet bis zu 25 cm lange traubige Blütenstände aus.

In früheren Jahrhunderten hatten die Araber das Monopol über den Weihrauchhandel, so dass die Herkunft der Substanz lange verschleiert war. Der heute handelsübliche Weihrauch kommt aus Arabien, Somalien und Indien.

Das deutsche Gesundheitsministerium schickte 1991 den Tübinger Pharmakologen Professor Hermann Ammon nach Indien. Dort fand er in dem Harz des Weihrauchbaumes den entzündungshemmenden Wirkstoff Acetyl-11-keto-b-Boswellia-Säure (AKBA).

Weihrauch findet sich in der traditionellen orientalischen Heilkunde, in der klassischen europäischen Naturheilkunde und in der modernen Medizin.